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Ein Nutz- und Ziergarten in Norddeutschland


Naturschutz im Garten

Die Fotos sind eigene Aufnahmen und unterliegen unserem Copyright.

Nisthilfen

Nisthilfen wie Nistkästen für Vögel, Fledermäuse etc. leisten einen wichtigen Beitrag zur Arthaltung in unserer immer mehr urbanisierten Welt. Denn die Tiere benötigen geschützte Orte zur Fortpflanzung und zum Rückzug bei schlechtem Wetter, zum Schlafen und natürlich auch zur Überwinterung. Früher gab es dafür in unseren Wäldern ausreichend Totholz. Doch heute sind unsere Wälder „sauber“ und die Vögel, Fledermäuse, Marder etc. finden nicht genug Nisthöhlen. Darum sollten es in jedem Garten immer ein oder zwei Nistkästen geben.

Futterstationen

Futterstationen liefern eigentlich keinen großen ökologischen Nutzen, aber sie bringen Naturerlebnisse in den Garten. Man sieht welche Tierarten im eigenen Umfeld vorkommen. Dadurch können Kindern beim Beobachten der Vögel und anderen Tieren eigene Naturerlebnisse vermittelt werden.

Insektenhotel

Das Insektenhotel ist eigentlich auch nur eine Nisthilfe, denn auch für die Insekten wird der natürliche Lebensraum immer knapper und empfiehlt es sich auch hier der Natur etwas unter die Arme zu greifen. Platz dafür gibt es auf jedem Balkon, es muss ja nicht gleich so groß sein wie unseres (links oben ist übrigens eine Eichhörnchenfutterstation zu sehen). Aber auch hier gilt: Voraussetzung ist ein möglichst naturnaher Garten.

Gartenteich

Ein Gartenteich verändert den Garten und sein gesamtes Ambiente. Richtig angelegt mit Uferzonen, Sumpfzonen, Tief- und Flachwasserzonen und dem richtigen Tier- und Pflanzenbesatz, gelegen an einer ebenen, sonnigen Stelle mit ca. drei Stunden Beschattung täglich kommt er eigentlich ohne zusätzliche Technik aus. Unser Garten ist leider sehr steil, so mussten wir unterschiedliche Becken in Etagen anbringen: Tiefbecken, Sumpfbecken, Moorbecken und zwei Flachwasserbecken. Nur im Tiefbecken befinden sich die Fische, Teichmuscheln, und Schnecken sowie die einzige Technik: eine solarbetriebene Teichpumpe (läuft seit 10 Jahren Sommer und Winter). In diesem Sammelsurium auf ca.8 m² hat sich nun im Laufe der Zeit ein reges tierisches Leben entwickelt: jährlich kommen mehrere Frösche zum Laichen und Salamander sind auch immer wieder zu sehen.

Naturnaher Garten

Natürlich sind diese oben aufgeführten Maßnahmen alle wichtig, doch ohne die Basisvoraussetzung sind sie alle nichts: der naturnahe Garten. Ein Kiesvorgarten gehört schon mal nicht dazu, Kirschlorbeerhecken auch nicht und 500 m² kurzgemähter Rasen ist nur gut für die Sauerstoffproduktion. Ideal wären naturbelassene Streuobstwiesen mit wilden Hecken und Gebüsch, aber das ist natürlich nicht überall machbar. Daher sollten in den Vorstadtgärten vorwiegend einheimische Blumen, Gräser und Sträucher gepflanzt werden und für kleine Apfel- oder Birnbäume ist meistens auch noch Platz. Und wer noch Platz für eine Trockenmauer hat, da schafft weitere Lebensräume für Insekten und Reptilien. Ein Komposthaufen wäre hierbei auch noch eine gute Idee.

Last Updated 20-Mai-2020
© A. Strohkirch 1997